ZRFV SC Blau-Weiß Ostenland
Turnierreiten
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Wichtige Änderungen der LPO 2008

Springreiten

Die Anforderungen bezüglich Hindernisanzahl und -abmessungen wurden völlig überarbeitet. Das alte Kategorien-System wurde abgeschaft, es wird in Zukunft nach * (Sternchen) unterschieden. Der Übergang von Kl. E zu Klasse A* wurde erleichtert.

Hier die neue Klasseneinteilung lt. LPO 2008 (alle Angaben ohne Gewähr)

 Springklassen download

 

Ausrüstung der Reitpferde

Bei Ausrüstungsgegenständen an den Pferden gibt es eine Reihe von Änderungen – maßgeblich sind die Abbildungen bzw. in Zweifelsfällen die Erläuterungen in den neuen Durchführungsbestimmungen zu § 70.

Nicht mehr erlaubt sind künftig in Kl. E bis L (ab Kl. M gilt die bisherige unveränderte Kat. A Regelung)

  • sämtliche Gebisse, deren Form nicht den Abbildungen entsprechen; das gilt auch für Kunststoffgebisse, auch diese müssen entsprechend beschaffen sein.
  • verschiedene Formen von Dreiringe-Gebissen und Springkandaren
  • „Bügel-Reithalfter“ (der sogenannte „ST-Zaum“ gilt weiterhin als Version des erlaubten Kombinierten Reithalfters)
  • der Gummi-Zungenstrecker
  • der Stoßzügel
  • sämtliche Formen des Fliegenschutzes, außer an den Ohren des Pferdes

In Springpferdeprüfungen ist an den Hinterbeinen ausschließlich die beschriebene Form und Anbringung der Streichkappen zulässig.

Erlaubt sind künftig – neben den in Dressurprüfungen zulässigen Gebissen – in allen Spring LP Kl. E bis L einfach, doppelt oder ungebrochene Pelhams (mit Kinnkette und/oder Sperrriemen) bzw. die ungebrochene Wassertrense, die den Abbildungen der LPO entsprechen.

Die wichtigsten Änderungen der LPO können hier von der FN downgeloaded werden.

Fehlerpunkte beim Springreiten (Stand 2008)

Abwurf

Das Abwerfen einer Hindernisstange wird mit 4 Fehlerpunkten berechnet. Fällt bei einem senkrechten Hindernis oder Hindernisteil eine untere Stange, gilt dies nicht als Fehler.

Das Berühren des Wasserspiegels beim Wassergraben zählt 4 Fehlerpunkte.

Abwurf mehrere Stangen

Besteht ein Hindernis aus mehreren Teilen und werden alle oberen Auflagen abgeworfen, werden 4 Fehlerpunkte berechnet. Anders verhält es sich bei einer Kombination mit mehreren Sprüngen.

Stehenbleiben

Geändert! Das Stehenbleiben vor dem Hindernis und das Zurücktreten oder Wenden wird als „Ungehorsam“ mit 4 Fehlerpunkten bestraft.

Bei Wiederholung des obengenannten Punktes werden 6 Fehlerpunkte berechnet. Beim dritten Verweigern heißt es: Ausscheiden!

Vorbeireiten

Geändert! Auch Vorbeireiten an einem Hindernis das gesprungen werden muss – in der Fachsprache als Ausbrechen bezeichnet – wird als Ungehorsam oder Verweigern mit 4 Fehlerpunkten bestraft.

Doppel-Ausbruch oder zweites Verweigern wird mit 6 Fehlerpunkten bestraft.

Volte

Geändert! Jede innerhalb eines Parcours – also vom Start bis zum Ziel – gerittene Volte oder das Unterbrechen der Vorwärtsbewegung gleich an welcher Stelle (z.B. Steigen des Pferdes) wird als Ungehorsam bewertet und bringt 4 Fehlerpunkte.

Zweite Volte oder Ungehorsam wird mit 6 Fehlerpunkten bestraft.

Sturz des Reiters

Geändert! Fällt der Reiter vom Pferd, gleich an welcher Stelle des Parcours, ob vor oder nach dem Hindernis oder zwischen den Hindernissen, so erfolgt der Ausschluss.

Verweigerung mit Sturz

Geändert! Wenn das Pferd vor dem Hindernis verweigert und der Reiter vom Pferd fällt, erfolgt der Ausschluss.

Überschreitung der erlaubten Zeit

Für jede angefangene Sekunde der Überschreitung der erlaubten Zeit wird 1/4 Fehlerpunkte zur Anrechnung gebracht.

Fehlerpunkte Stechen

Im Stechen oder einer Siegerrunde wird die Überschreitung der erlaubten Zeit mit 1 Fehlerpunkt pro angefangener Sekunde berechnet.

Passieren der Startlinie

Das Überschreiten von 45 Sekunden nach Passieren der Startlinie oder dem Beginn der Zeitmessung bis zum Überwinden des ersten Hindernisses führt zum Ausschluss.

Alle Angaben ohne Gewähr!